Donnerstag, 10. Dezember 2009

Wellenförmiger Gedankengang




Dezembermoosung. Der Weihnachtsmann.
Frau Schubert. Todi. Coca Cola Mann.

JA - NEIN Todesgeburt

Ohne Mühsal aus der Türe treten
mühselig und beladen
die dünnen Linien erkennen
Mit Hast und Eile
Tiefe Wintersonne doch trotzdem
britzelnde Wärme auf der Haut

Hastig eilt die Wintersonne
duckend von Baum zu Baum
gähnt mich an, blinzelt,
hat keine Zeit , redet nicht.

Schrägen Blickes behalte ich die Schatten im Auge,
schleichend, fast schüchtern. Licht das wimmert
leise, hinter Schatten verborgen.

Licht und Schatten sind ein abgegriffenes Paar, Runzeln
quellen und wallen zwischen ihnen wie Spinnwebfäden
im Altweibersommer. Dann lieber mürber Mergel, der
unter Gehsteigen brütet, lebensfeindlich trocken, doch
träumend, von Stöckelabsätzen und Presslufthämmern.
Gedanken schwitzen aus Gullys und Asphaltritzen.

Auf dem Gehsteig kniet der Mann, der einen Namen
braucht. Gekrümmt, jedoch nicht in betender Ekstase,
die Stirn flach auf den nassen Teer gepresst. Fast ist
es ein Kauern, fast ein Protest. Doch nachts um Viertel
vor Zwei gibt es keine Adressaten, keine Zeugen, niemand
wundert sich. Eine Ratte schnüffelt sich in einiger Entfernung
vorsichtig vorbei, plötzlich jäh davonjagend, von etwas weg,
zu etwas hin, mutlos plötzlich, oder bloß nachtirre?

Der Mergel flüstert einen Namen
doch der Asphalt zu dick,
Mineralöl und Steine. Der Mann,
der einen Namen braucht, legt sein Ohr
auf den Gehsteig, als lauschte er einem
weit entfernten Dampfross.
Regen klopft auf seinen Rücken.
Der Regen morst einen Namen.
Es ist nicht der Name, den der Mann braucht.



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